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382000 Franken für eine Opernhausvorstellung …

Und das ist nur der Staatsbeitrag! An der Kantonsratsdebatte vom 9. Dezember 2019 wurde über den Antrag von Euw, die Staatsbeiträge des Opernhauses zu deckeln, abgelehnt. Was führte dazu?

Im Jahr 2006 wurde das Opernhaus durch ein renommiertes Institut aus Deutschland bewertet und als «sehr gut» befunden. Es wurde als weltweit eines der besten Opernhäuser erkoren mit nahezu am meisten Eigenproduktionen in Oper, Operette und Tanz. Damals hat der Staatsbeitrag des Kantons Zürich an das Opernhaus 67 Millionen Franken betragen. 67 Millionen für eine Institution mit der Bewertung «sehr gut» oder in Schulnoten ausgedrückt, eine «bis 6». Seither hat sich der Staatsbeitrag auf 81 Millionen Franken erhöht und soll bis ins Jahr 2023 weiter bis auf 88 Millionen Franken ansteigen. Eine unsinnige Erhöhung für ein Produkt, welches mit 67 Millionen Franken schon als sehr gut beurteilt wurde.

Aus dieser Entwicklung ergibt sich eine wahnsinnige Zahl. Unter der Berücksichtigung der jährlich 230 Vorstellungen berappt der Zürcher Steuerzahler für jede Vorstellung 382 000 Franken. Wenn dann ein Ehepaar noch eine Vorstellung besuchen will, bezahlt es ebenfalls noch einmal zirka 400 Franken für die Eintrittstickets. Es ist unbestritten, das Opernhaus hat ein qualitativ sehr hochwertiges Angebot. Dies ist jedoch nicht Grund genug, die Staatssubventionen unanständig zu erhöhen.

Mit einem Antrag in der Budgetdebatte wollte die SVP diesen ständigen Erhöhungen einen Deckel verpassen. Leider war die SVP wieder die einzige Partei, welche die Deckelung unterstützte. Alle anderen Parteien sprechen nur vom Sparen, setzen jedoch keine Massnahmen um.

Es wurde uns aber wieder einmal bewusst, warum die FDP im Kantonsrat sitzt. Sie konnte nicht «nein» sagen, vertritt sie doch die Stadtzürcher Oberschicht im Rat. Warum aber die Grünen dieser unsäglichen Kostenerhöhung locker zustimmen, ist unverständlich. Die Vorstellungen werden regelmässig durch ein internationales Publikum besucht. Ein Publikum, welches mit Flugzeugen und Autos anreist. Dies geschieht kaum klimaneutral. Doch für die Grünen stellt diese Klimabelastung für einmal kein Problem dar. Für sie «kein Problem». Das Verständnis für die Sozialdemokraten, welche vor knapp 40 Jahren gegen das Opernhaus Sturm gelaufen sind, hält sich ebenfalls sehr in Grenzen. Auch sie werben ununterbrochen für diese Mehrausgaben für die kommenden Jahre. Mit diesem Verhalten outet die SP sich als «ehemalige Arbeiterpartei»; oder wie soll eine vehemente Verteidigung einer solchen Kostenentwicklung für das Opernhaus sonst gedeutet werden? Die Personen aus der Mittel- und Unterschicht können sich keine solch teuren Eintritte leisten, dürfen aber täglich dafür arbeiten, um dann ihre Steuern zu bezahlen. All diesem Unsinn voran steht federführend die SP-Regierungsrätin Jaqueline Fehr, welche diese Entwicklung will und die Ausgaben beantragt.

Die SVP zeigt sich überzeugt, dass solche Entwicklungen von der arbeitenden und redlichen Bevölkerung nicht akzeptiert werden. In der aktuellen Ratszusammensetzung stehen wir jedoch alleine auf weiter Flur. Da gilt es nur: Vier Jahre durchhalten und bei den nächsten Wahlen eine Wende herbeiführen.

Paul von Euw
Kantonsrat SVP Bauma

Der Zürcher Bote (Seite 3)

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